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zertifizierter Lehrgang für Schlüsselkräfte

Ziele:

 

Nur qualifizierte Arbeitsanleiter/innen der Unternehmen des Netzwerkes der steirischen Beschäftigungsbetriebe (bbs) mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz sowie persönlichem Engagement können den zeitgemäßen Anforderungen des Arbeitsfeldes und der Transitarbeitskräfte gerecht werden. Praxis- und persönlichkeitsorientiertes Lernen sowie inhaltlicher und methodischer Transfer zum Arbeitsfeld und der Erfahrungsaustauch zwischen den MitarbeiterInnen stellen demnach wesentliche Bestandteile dieser Schulung dar.


Ein wichtiges Ziel des Lehrganges ist es, ausgehend von den realen Anforderungen der Tätigkeit die Sicherheit in der Wahrnehmung der eigenen Rolle in der persönlichen Kommunikation zu verstärken sowie die Fähigkeit zur Konflikterkennung und -bewältigung in der Bearbeitung der Problemfelder der Mitarbeiter/innen zu fördern.

Die TeilnehmerInnen hinterfragen ihre eigenen Einstellungen, Erfahrungen und Vorgehensweisen in ihrer Rolle und können durch ihre Bereitschaft, die Herausforderungen des beruflichen Alltags im Sinne einer gemeinsamen Zielorientierung zu bewältigen, für ihre Mitarbeiter/innen und für sich neue Wege finden.

 

Neben theoretischen Inputs werden die Inhalte durch Fallbeispiele aus der Praxis, thematische Gruppenarbeiten sowie praxisbezogene Übungen und Rollenspiele erarbeitet; der Erfahrungsaustausch spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Damit erhalten die Teilnehmer/innen Hilfestellungen, wie sie zu konstruktiven Lösungen für ihre Problemstellungen und täglichen Herausforderungen im Arbeitsalltag kommen können.
Sie werden neue, hilfreiche Wege entdecken, die zu einer besseren Kommunikation wie auch zu Widerstandsfähigkeit und innerer Stärke führen und als weitere Folge zu besseren Arbeitsbedingungen.

 

 

Einführungsmodul

 

Inhalte:

Das Einführungsmodul dient der Schaffung einer guten Arbeitsbasis innerhalb der Gruppe und der Vermittlung von wesentlichen Informationen zur Tätigkeit und zum Netzwerk der steirischen Beschäftigungsbetriebe.

  • Vorstellen der Teilnehmer/innen und vertieftes Kennenlernen
  • Einführung in das Umfeld von sozialen Integrationsbetrieben (SÖB, GBP/BG)
  • Rahmenbedingungen, Richtlinien, Zusammenarbeit mit AMS
  • nationale und europäische Vernetzungen (bbs, arbeit plus, ENSIE)

Trainer/innen: Mag.a Charlotte Gruber, Daniela Pammer DSAin, Christian Krizanic

Termin: 25. September 2018, 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Modul I: die Rolle der Arbeitsanleiter/innen

 

Inhalte:

Professionelles Führen von Transitarbeitskräften stellt im Spannungsfeld zwischen den
wirtschaftlichen und sozialkompetenten Erfordernissen eines sozialökonomischen Betriebs eine
große Herausforderung dar.
Um ein professionelles Verständnis für den persönlichen Aufgabenbereich zu erlangen, müssen sich
die Teilnehmer/innen im Erfahrungsaustausch über ihre Rolle klar werden sowie sich ihrer eigenen
Position und der Anforderungen der Organisation bewusst werden.

  • Rolle und Aufgaben der Arbeitsanleiter/innen mit Beispielen der Teilnehmer/innen
  • Chef/in oder Freund/in - wie grenze ich mich ab?
  • Einschulung, Anleitung und Führung von Transitmitarbeiter/innen
  • Selbstmotivation und Motivation der Transitmitarbeiter/innen

Trainerin: Daniela Pammer DSAin

Termine: 3. + 4. Oktober 2018, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Modul II: Kommunikation und Konfliktmanagement

 

Inhalte:

Das Vermitteln von theoretischen Grundlagen zum Thema Konfliktmanagement und Selbstreflexion
des persönlichen Konfliktverhaltens mit dem Ziel der Entwicklung von Strategien für eine erfolgreiche
Gesprächsführung im Berufsalltag stehen im Vordergrund dieses Moduls. Das Bearbeiten von
Konfliktfällen aus der Praxis mit Transitarbeitskräften und die Entwicklung einer damit verbundenen
erfolgreichen Gesprächsführung sind Schwerpunkte des Trainings.
Die Teilnehmer/innen sollen in diesem Modul durch Kennenlernen und Reflektieren von
kommunikationstheoretischen Modellen ihr eigenes Kommunikationsverhalten überprüfen und
weiterentwickeln; darauf aufbauend wird durch Erarbeiten der wesentlichen Erkenntnisse im
Umgang mit Konflikten die eigene Konfliktlösungskompetenz der Teilnehmer/innen erweitert. Sie
lernen Konfliktdynamiken zu verstehen, eine Konfliktanalyse durchzuführen und
Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln, wobei die speziellen Voraussetzungen, die von den
Transitarbeitskräften mitgebracht werden, die Basis der inhaltlichen Ausrichtung und Bearbeitung
bilden.

  • Kommunikationstechniken, inklusive niederschwellige Methoden
  • Auftreten, Sprache, Körpersprache
  • Konfliktverhalten – eigene Einstellung zu Konflikten
  • Dynamik der Konflikteskalation und kooperative Konfliktbewältigung
  • Umgang mit bildungsfernen Personen
  • Überwinden von Widerständen bei Transitmitarbeiter/innen

Trainer: Mag. Günther Kampitsch

Termine: 24. + 25. Oktober 2018, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Modul III: Resilienz und Umgang mit Widerstand

 

Inhalte:

Hohe Leistungsanforderungen erfordern einen optimalen Energieeinsatz sowie einen professionellen
Umgang mit Belastungen und Konflikten. Jeder Mensch verfügt - bewusst oder unbewusst - über die
Kompetenz, herausfordernde Situationen zu meistern.


Durch vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema und Training dieser persönlichen Ressourcen
werden die Teilnehmer/innen in Zukunft ihre hohe Leistungsfähigkeit erhalten und Ihre Krisen- und
Konfliktfähigkeit ausbauen. Sie wissen, was sie tun müssen, um ihren Energiehaushalt in Balance zu
halten. Sie setzen Energien für die Orientierung nach vorne frei und werden sich auf diese Weise
zusätzliche Handlungsspielräume öffnen.


In diesem Modul erhalten die Teilnehmer/innen eine Einführung in das Thema "Resilienz". Die
Teilnehmer/innen erarbeiten die Definitionsmerkmale und überprüfen in unterschiedlichen
Übungsformen ihre eigenen Resilienz- Ressourcen am Modell; dabei wird ausgehend von der
privaten Person das Augenmerk auf die spezielle Situation der ArbeitsanleiterInnen gelegt, ebenso
auf Team und Organisation.


Das Thema "Stressmanagement" bietet die Möglichkeit, durch Aufarbeitung der am häufigsten
angewandten
Techniken - und des Hintergrunds, auf dem diese aufbauen - den persönlichen Umgang mit den
eigenen Stresssituationen konstruktiv zu verfeinern bzw. zu erweitern.


Nach dem Erarbeiten der unterschiedlichen Formen von psychosozialen Krisen wird im Modul
gemeinsam mit den Teilnehmer/innen geprüft, inwieweit betroffene Personen durch Einsetzen
vorhandener resilienter Muster Krisenbewältigung selbst gut schaffen können und ab wann es Hilfe
von außen braucht.

  • Begriffsklärung und Anwendungsbereiche (Person, Team, Organisation)
  • Die sieben Säulen der Resilienz: Optimismus, Akzeptanz, Selbststeuerung, Verantwortung, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung, Zukunft planen und gestalten
  • Erfolgreicheres Führen mit Resilienz
  • Stressmanagement
  • Resilienz in psychosozialen Krisen: Chancen und Grenzen

Trainer: Mag. Günther Kampitsch

Termine: 27. + 28. November 2018, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Modul IV: Umgang mit psychischen Erkrankungen und Sucht

 

Inhalt:

Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen stellen in der heutigen Gesellschaft eine der am meisten
verbreiteten psychosozialen und gesundheitlichen Problematiken dar.


Die Bedeutung von psychiatrischen Erkrankungen als hemmender Faktor für eine (Wieder-)
Eingliederung in den Arbeitsmarkt nimmt in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ständig zu.

 

Ziel ist die Vermittlung der grundlegenden Aspekte von Suchterkrankungen aus psychologischer,
medizinischer und sozialer Sicht, das Erkennen von Suchtgefährdung sowie die Möglichkeiten der
Erarbeitung der Wiedereingliederung im Rahmen eines systemischen Betreuungsansatzes.

 

Schwerpunkte in diesem Modul stellen die Vermittlung von grundlegendem Know-how zur Thematik,
das Erkennen der Probleme psychisch erkrankter Menschen, das Setzen von entsprechenden
Interventionen sowie das Erhöhen der Handlungsfähigkeit im Umgang mit psychisch erkrankten
Menschen dar.

 

Fachliche Inputs in Form von Vorträgen sowie Fallbeispiele aus der Praxis wechseln sich mit Kleingruppenarbeiten
und -übungen ab.

  • Überblick über psychische Erkrankungen
  • Lebenswelten und Verläufe von psychischen Störungen und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
  • Was ist Sucht?
  • Auswirkungen von Suchterkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit

Trainer: Dr. Roman Sander (Thema psychische Erkrankung)

Trainerin: Ilse Schrammel (Thema Sucht)

Termine: 22. +23. Jänner 2019 , jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Modul V: Antidiskriminierung, Diversity Management, Interkulturelle Spannungsfelder

 

Inhalte:

Unterschiedliche Arten der Diskriminierung erkennen sowie die Entwicklung von praxis- und
fallorientierten Interventionsmöglichkeiten - basierend auf den beruflichen Alltag der
Arbeitsanleiter/innen - bilden Hauptinhalte des Moduls. Die Teilnehmer/innen erlangen eine
Übersicht über die Formen der gesellschaftlich systematischen Diskriminierung (insbesonders
Sexismus, ethnische Herkunft, Altersdiskriminierung, Religionszugehörigkeit, Homophobie etc.).


Theoretische Inputs und Gruppendiskussionen wechseln einander ab, um die eigene Arbeitspraxis im
Hinblick auf interkulturelle Herausforderungen und Spannungsfelder, wie unterschiedliche
Verhaltens- und Kommunikationsmuster, Tabuzonen etc. effizienter „ordnen“ zu können. Durch die
Sensibilisierung für interkulturelle Arbeitstechniken (zB. Analyse der aktuellen Beratungs-
/Trainingsansätze und die „Schärfung des Blicks“ für gegebenenfalls vorhandene
Ausgrenzungsmuster in der eigenen Organisation erlangen die Teilnehmer/innen eine Erweiterung
ihrer Handlungspraxis.


Diversity im Spannungsfeld zwischen Gleichstellungspolitik und Wettbewerbsorientierung stellt für
die Mitarbeiter/innen eine große Herausforderung dar - der zweite Teil des Moduls befasst sich mit
den Grundlagen des Diversity Management, den Dimensionen von Diversity sowie dem aktuellen
Diversity-Stand im eigenen Unternehmen.

  • Wirkungsweisen von Diskriminierung
  • Präventive Antidiskriminierungsmaßnahmen
  • Unterschied von Gleichstellung und Gleichbehandlung
  • Aufzeigen von interkulturellen Spannungsfeldern mit Schwerpunkt Islam
  • Handlungsmöglichkeiten für Arbeitsanleiter/innen mit praktischen Beispielen

Trainer: Mag. Michael Kern

Termine: 19. + 20. Februar 2019, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr

Ort: bfi Bildungszentrum Graz West, Eggenberger Allee 15

 

 

 

Kostenbeitrag

gesamter Lehrgang:   € 700,- pro Person

Einführungsseminar: €    68,- pro Person

Einzelseminar:             €   135,- pro Person

 

 

Anmeldung

für den gesamten Lehrgang oder auch einzelne Seminare bei Charlotte Gruber

     in Kooperation mit

Land Steiermark - Soziales und Arbeit
Stadt Graz - Arbeit & Beschäftigung
Europäische Union - Europäischer Sozialfonds
AMS Steiermark

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