Rumänische Sozialprojekte holten sich wertvolle Tipps von steirischen Sozialen Integrationsunternehmen

study visit

Vom 4. bis 6. Oktober 2011 bekam das Netzwerk der Beschäftigungsbetriebe Steiermark (bbs) Besuch von 12 MitarbeiterInnen verschiedener Sozialer Integrationsunternehmen in Rumänien. Im Gegensatz zu den steirischen Sozialen Integrationsunternehmen, die teils schon in den 80er Jahren entstanden und in enger Kooperation mit dem AMS Steiermark das Ziel der Reintegration langzeitarbeitsloser Personen in den Arbeitsmarkt haben, befindet sich der rumänische Beschäftigungssektor erst im Aufbau. Diese 12 Beschäftigungsprojekte in Rumänen - acht befinden sich Bukarest und vier in Timisoara - wurden erst im Juni dieses Jahres gegründet. Ermöglicht wurde dies durch ein Programm zum Aufbau von sozialwirtschaftlichen Projekten in Rumänien, das vom rumänischen Sozial- und Arbeitsministerium mit Mitteln des ESF (Europäischer Sozialfonds) 2008 gestartet wurde. Das Experten-Know how wird vom europäischen Netzwerk ENSIE (European Network for Social Integration Enterprises) eingebracht, das den Austausch und die Interessensvertretung von Sozialen Integrationsunternehmen aus 16 EU-Mitgliedsstaaten zum Ziel hat.

 

Study Visit bei steirischen bbs-Betrieben

Im Auftrag von ENSIE wurde daher eine Exkursion nach Graz organisiert, um den Rumänen wertvolle Einblicke in schon lange bestehende Betriebe dieses Sektors zu ermöglichen. Die rumänischen TeilnehmerInnen wurden von Florentina Constantin, der Projektkoordinatorin von BBI, einer internationalen Unternehmensberatung, begleitet, die das Projekt für die rumänische Regierung abwickelt.

Das bbs-Netzwerk organisierte einen Informationstag mit Fachvorträgen und Diskussionsrunden sowie Betriebsbesuche bei insgesamt acht steirischen Sozialen Integrationsunternehmen: Klimaschutzgarten Gosdorf, Chance B (Gleisdorf), Caritas WerkStart Graz, BAN GmbH, Bicycle, tag.werk, heidenspass und ERfA (alle Graz). Die rumänischen MitarbeiterInnen nutzten die drei Tage, um sich bei den steirischen Betrieben genau umzusehen und möglichst viel über die Arbeitsweise sowie das Angebot an Tätigkeitsfeldern und Qualifizierungsmöglichkeiten für langzeitarbeitslose Personen zu erfahren. Am Donnerstag, den 6. Oktober wurden sie zudem von der Sozialstadträtin und frisch gebackenen Grazer SPÖ-Chefin Martina Schröck empfangen, die sich über die einzelnen Projekte informierte und ihre Hilfe und Expertise bei der Etablierung der Betriebe in Rumänien anbot.

in Kooperation mit

AMS Steiermark
Land Steiermark - Soziales und Arbeit
Stadt Graz - Arbeit & Beschäftigung
Europäische Union - Europäischer Sozialfonds

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